Stupsi-Truppe

Es ist soweit. Die Magic-MINT-Box geht in die nächste Runde. Kollege Roboter wird zu Stupsi.

Um Kindern den Spaß an der Technik näher zu bringen, haben wir uns dieses Semester zum Ziel gesetzt 1000 Magic-MINT-Boxen zu produzieren und diese an verschiedene Schulen in München und Umgebung zu verteilen.

Um unser Ziel zu erreichen haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, eine Marketing- und eine Produktionsgruppe.

Folgende Aufgaben wurden in der Marketinggruppe übernommen. Zuallererst wurden Schulen, welche für die Verteilung der Magic-MINT-Boxen in Frage kamen, herausgesucht und in einer Liste festgehalten. Um telefonisch sowie schriftlich Kontakt zu den Schulen aufzunehmen, wurde ein zusätzliches Anschreiben mit allen wichtigen Informationen verfasst. In den nächsten Wochen wurden die Schulen kontaktiert. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme, erhielten wir nach und nach interessierte Rückmeldungen. So konnten wir uns wöchentlich über die steigende Zahl der Zusagen und das große Interesse freuen.

 

Alle verbindlichen Zusagen der Schulen wurden in einer Liste festgehalten und die Verteilung der Boxen konnte ausführlich geplant werden. Gleichzeitig wurden die wichtigsten Marketingkanäle auf den aktuellen Stand gebracht. Dabei wurde die Webseite mithilfe des neuen Logos, der Design Guideline und den Bildern überarbeitet. Außerdem wurden die neuen Entwicklungen rund um die Magic-MINT-Box auf unseren Instagram Account festgehalten. Für die stetige Verbesserung ist uns konstruktives Feedback wichtig, daher wurden für Schüler:innen und Lehrer:innen Feedbackbögen erstellt.

Während die Marketinggruppe den Weg bis hin zur Verteilung der Boxen ebnete und die organisatorischen Aufgaben übernahm, beschäftigte sich die Produktionsgruppe mit der Umsetzung und Fertigstellung der Box. Eine der größten Hauptaufgaben war die Layouterstellung: Zunächst wurde nach Erhalt der Vorlage und nachdem festgelegt wurde, welche Art von Produkt wir entwerfen wollen, ein Prototyp für das Labyrinth erstellt (Abb.1). Dieses Layout wurde bis auf weiteres für die ersten Entwürfe der Magic-Box-Layouts übernommen. Die Voraussetzung für die Vorgängerversion „Magic-Box“ war, der Einsatz von gedruckter Elektronik.

 
 
 

Abbildung 1 - Prototyp des Labyrinth-Inlays

 
 
 

Bei der aktuellen Version unserer „Magic-MINT-Box“ stellte nun „Stupsi“ eine Herausforderung dar: Ziel ist es, dass der kleine Roboter auf der Batterie mit angeklebten Vibrationsmotor über die gedruckten Leiterbahnen fährt, sich dadurch der Stromkreis schließt und somit die LEDs zum Leuchten bringt (Abb.2).

 
 
 

Abbildung 2 - Leiterbahnen

 
 
 

Durch mehrere Probedrucke wurden immer wieder Optimierungen am Produkt vorgenommen. Da auffiel, dass „Stupsi“ an manchen Passagen des Labyrinths nicht flüssig lief, musste das Layout für das Labyrinth weiter überarbeiten werden. Zudem war die Montage des Labyrinths schwierig und man benötigte viel Geduld, um es mit der Box zu vereinigen. Das Layout des Labyrinths wurde somit vereinfacht (Abb. 3) und eine neue Methode der Montage in der Box wurde entwickelt (Abb. 4).

 
 
 

Abbildung 3 - Neues Labyrinth-Layout

 
 
 

Abbildung 4 - Stecksystem zur einfachen Montage

 
 
 

Allgemein dienten die Probedrucke an der Hochschule zur Weiterentwicklung und stetigen Optimierung des Produktes. Es wurde jeweils die aktuellste Version der Box gedruckt, gelasert und anschließend zusammengebaut. Somit konnten die Box, die Leiterbahnen und „Stupsi“ mit jedem Probedruck perfektioniert und Schwachstellen behoben werden. Ergebnisse und Änderungen bzw. Fehlerkorrekturen wurden auf Fotos und Videos dokumentiert und dem Rest der Projektgruppe vorgestellt.

Nachdem die Daten für das Layout der Magic-MINT-Box und der Umverpackung soweit alle fertig waren, mussten einige Anpassungen in den Dokumenten vorgenommen werden. Da wir in diesem Semester die Räumlichkeiten der Hochschule nur enorm eingeschränkt nutzen konnten, war hier die große Herausforderung, das Grafikprogramm für die Bearbeitung der Layout-Dokumente.

Hier hatten die am Layout beteiligten Studierendenden drei verschiedene Programme. Leider hatte dies zu vielen Problemen in den Dateien geführt, da die Programme nur bedingt miteinander harmonierten.

Zum Ende mussten die Dokumente sauber aufeinander abgestimmt werden, damit Farben, Strichstärken und Formen zueinanderpassen.

Durch die Unterstützung der Firma Egger Druck + Medien wurde der Aufbau der Magic-MINT-Box um ein weiteres Stück vereinfacht. Nun konnte man den unteren Teil der Box, durch Einstecken der Seitenwände ohne Klebung aufbauen (Abb. 5). Diese Neuerung musste in das vorhandene Dokument integriert werden.

Eine weitere Aufgabe war die Gestaltung der Innen- und Außenseite der Magic-MINT-Box, der Umverpackung und die Erstellung mehrerer Grafiken. Außerdem wurden verschiedene „Stupsi“ Prototypen entwickelt und ebenfalls getestet.

 
 
 

Um den Kindern einen Rahmen für den Aufbau der Magic-MINT-Box zu geben, wurde eine kurze Geschichte über „Stupsi“ und seine Fabrik ausformuliert und visuell dargestellt.

Hierbei lag es uns am Herzen, dass die Schüler und Schülerinnen viel Freude und Spaß bei der Entdeckung der Magic-MINT-Box haben. Die Geschichte spricht die Schüler:innen direkt an, damit Sie sich in unser Projekt besser hineinversetzten können. Zusätzlich haben wir uns spannende Fragen überlegt, die zum besseren Verständnis der technischen Funktionen der Magix-MINT-Box dienen. Die Fragen sind direkt an die Schüler:innen gerichtet und können durch umklappbare Zahnräder interaktiv beantwortet werden. Die Lösungen zu den Fragen verstecken sich auf der Innenseite der Zahnräder. Hierbei war die Herausforderung der zeitintensive und aufwändige Produktionsprozess in der Hochschule. Die Geschichte wurde nicht nur gedruckt, sondern auch gelasert und im Anschluss zusammengeklebt. Bei der Umsetzung war es uns sehr wichtig das Layout trotz der vielen Produktionsschritte beizubehalten, um die Lesbarkeit sowie die Erlebbarkeit zu gewährleisten.

Schließlich wurde die Geschichte dem Bausatz der Box als Beileger hinzugefügt und abschließend wurden alle Materialien in einer Umverpackungsbox für die Kinder zusammengepackt.

 
 
 

Im Großen und Ganzen können wir mit Stolz auf den erfolgreichen Projektverlauf zurückblicken, auch wenn in diesem Semester unsere wöchentlichen Projektmeetings ausschließlich online stattfanden und nur einzelne Präsenztermine mit einer begrenzten Anzahl von Projektmitgliedern in der Hochschule München möglich waren. Wir waren an der Entwicklung, Produktion und der Planung der Verteilung mit viel Freude, Engagement und Motivation dabei. Leider haben wir unser Ziel die Boxen an die Schulen zu verteilen aufgrund der aktuellen „Lockdown“ Lage nicht erreichen können, was das Projektteam sehr schade fand. Trotz allem sind wir motiviert und bleiben im Vertrauen, dass eine Verteilung nächstes Semester möglich sein wird.

 
 
 

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